




Fachärztin für Neurologie
Facharzt für Neurologie & Psychiatrie
Tätigkeitsbereich
Theoretische und konzeptionelle Unterstützung durch neurologische Fachkompetenz und Expertise. Nicht in die praktische Durchführung von Neurofeedback-Behandlungen oder die unmittelbare Patientenbehandlung eingebunden.
Tätigkeitsbereich
Unterstützung bei der konzeptionellen Weiterentwicklung der Praxis sowie bei qualitätssichernden Fragestellungen. Langjährige Erfahrung und ausgewiesene Expertise im Bereich Neurofeedbacktherapie, Elektroenzephalografie (EEG-Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für klinische Neurophysiologie) und Kognitiven Neurologie (Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Neurologie). Einige Jahre Tätigkeit als Dozent der Akademie für Neurofeedback und als Supervisor für Neurofeedback der Deutschen Gesellschaft für Biofeedback. Seit dem ärztlichen Ruhestand als wissenschaftlicher Berater und Sachverständiger tätig.
Neurofeedback ist eine anerkannte und bereits seit vielen Jahrzehnten wissenschaftlich untersuchte Therapie zur Verbesserung der Selbstregulation unseres Gehirns. Das Gehirn ist äußerst flexibel, verändert sich stetig und bildet jeden Tag neue neuronale Verbindungen. Diese Anpassungsfähigkeit nennt man Neuroplastizität. Genau an dieser Eigenschaft setzt Neurofeedback an und nutzt sie für ein gezieltes Training des Gehirns. Es handelt sich hierbei um eine sanfte und schmerzfreie Methode, die sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen angewendet wird.
Neurofeedback ist ein Verfahren, bei dem das Gehirn direkt Rückmeldung über seine eigene Aktivität bekommt - ähnlich wie ein Spiegel für die Gehirnfunktion.
Das Gehirn arbeitet ständig mit elektrischen Signalen. Diese werden mithilfe eines Elektroenzephalograms (EEG) nichtinvasiv gemessen und in Echtzeit über einen Bildschirm zurückgemeldet. Durch dieses unmittelbare Feedback kann der/die Trainierende Schritt für Schritt lernen, Aufmerksamkeit, Konzentration und Selbstregulation aktiv zu verbessern und innere Ruhe zu fördern. Ähnlich wie beim Erlernen neuer Bewegungsabläufe werden dabei bestimmte Gehirnaktivitäten Schritt für Schritt trainiert und durch operante Konditionierung automatisiert. Das Gehirn lernt so, leichter den erwünschten Zustand zu erreichen. Dadurch, dass bestimmte Aktivitätsmuster wiederholt durch Echtzeit-Feedback belohnt werden, können nachhaltig neuronale Veränderungen geschaffen werden. Es kann dauerhaft neue Muster erlernen und so auch im Alltag besser in den erwünschten Zustand gelangen.
Der/die Trainierende sitzt entspannt in einem bequemen Sessel vor einem Bildschirm. Es werden Elektroden am Kopf angebracht, welche die elektrische Gehirnaktivität in Form von Wellen messen, völlig schmerzfrei und nicht-invasiv. Diese Wellen haben verschiedene Frequenzen, die je nach mentalem Zustand unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Die Gehirnaktivität wird in Echtzeit in Form eines Spiels, Videos oder einer Animation auf dem Bildschirm dargestellt. Immer wenn das Gehirn das gewünschte Aktivitätsmuster zeigt - etwa bei mehr Konzentration oder Ruhe - läuft das Spiel besser oder der Bildschirm wird heller. Wenn es unruhiger wird, wird das Feedback schwächer. So lernt das das Gehirn indirekt, sich selbst besser zu regulieren.
Ein einfaches Beispiel:
Der/die Trainierende sieht auf dem Bildschirm eine Rakete. Wenn das Gehirn im erwünschten Zielbereich aktiv ist, hebt die Rakete ab. Das Gehirn lernt: So muss ich arbeiten, damit es weiter geht. Es trainiert hier implizit, also im Unterbewusstsein.
1. Unverbindliche Anfrage über das Kontaktformular oder telefonisch zur Terminierung eines Erstgesprächs.
2. Ausführliches Erstgepräch: Hier besprechen wir Ihre Beschwerden oder die ihres Kindes, die gesundheitliche Vorgeschichte und die individuellen Ziele für die Neurofeedbacktherapie. Es erfolgt die Durchführung eines quantitativen Elektroenzephalograms (qEEG) sowie von Aufmerksamkeitstests und im Anschluss ein kurzes Probetraining.
Dauer Erstgespräch: 120 min
3. Festlegung eines Therapieplans: Sollten Sie sich nach dem Erstgespräch für den Beginn einer Neurofeedbacktherapie entscheiden, wird ein individuell abgestimmter Therapieplan unter Einbezug der zuvor erhobenen Befunde erstellt. Das Training sollte wenn möglich regelmäßig 1-2 mal wöchentlich durchgeführt werden. Für Kinder sind erfahrungsgemäß auch höherfrequente Sitzungen sinnvoll, beispielsweise in den Schulferien.
Dauer Neurofeedbacksitzung: 50 min
Viele Trainierende berichten bereits nach einigen Sitzungen über erste positive Veränderungen. Nachhaltige Effekte entwickeln sich meist schrittweise über mehrere Wochen. Da jedes Gehirn individuell lernt, können Verlauf und Geschwindigkeit der Veränderungen unterschiedlich sein. Erfahrungsgemäß sind jedoch 20-25 Sitzungen ausreichend. Verbesserungen können sich auch noch nach Abschluss des Trainings weiterentwickeln.
Beim Erstgespräch erfolgt die Durchführung einer quantitativen EEG-Analyse (qEEG). Dabei wird die elektrische Aktivität des Gehirns gemessen und anschließend mithilfe computerbasierter Verfahren analysiert und statistisch ausgewertet. Das qEEG dient im Neurofeedback vor allem als Grundlage für eine individuelle Trainingsplanung, da dies am effektivsten ist, wenn es individuell auf die Gehirnaktivität abgestimmt wird.
Welche Informationen liefert ein qEEG?
Das qEEG hilft dabei:
Zur weiteren Differenzierung kognitiver Funktionen werden standardisierte Aufmerksamkeitstests durchgeführt. Diese helfen dabei, Konzentrationsfähigkeit, Reaktionsvermögen und Aufmerksamkeitssteuerung präzise zu erfassen.
Auf Basis der kombinierten Ergebnisse und des individuellen Beschwerdebildes entwickeln wir gemeinsam ein abgestimmtes Neurofeedback-Training zur gezielten Förderung der Selbstregulation des Gehirns.
Neurofeedback ist grundsätzlich für alle Menschen geeignet, die ihre mentale Selbstregulation, Konzentrationsfähigkeit oder innere Balance verbessern und Gehirnaktivität trainieren wollen. Im Normalfall kann man Neurofeedback ab 6 Jahren sinnvoll nutzen. In bestimmten Fällen kann es aber auch möglich sein, früher mit Neurofeedback zu arbeiten.
Wichtige Hinweise
Neurofeedback ist ein unterstützendes Verfahren und ersetzt keine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Es werden keine Heilversprechen abgegeben. Die Wirksamkeit kann individuell unterschiedlich sein. Vor Beginn der Behandlung erfolgt ein ausführliches Erstgespräch zur Klärung der Eignung.
1. Neurofeedback ist schmerzfrei und nicht-invasiv. Es treten im Grunde keine Nebenwirkungen auf. Einzig leichte Kopfschmerzen oder Müdigkeit können vorkommen und lassen sich auf die Konzentration beim Training zurückführen.
2. Neurofeedback kann ergänzend zu medikamentösen und psychotherapeutischen Therapien durchgeführt werden.
3. Beim Neurofeedback übernimmt der/die Trainierende selbst die aktive Rolle bei der Therapie. Man kann also wirklich von einem Training des Gehirns sprechen.
4. Förderung der Selbstregulation. Das Gehirn lernt, eigene Aktivitätsmuster besser zu erkennen und zu regulieren.
5. Auch ohne Diagnose kann Neurofeedback durchgeführt werden und vielfältige positive und therapeutisch relevante Effekte unterstützen.
6. Nachhaltiger Lernprozess. Ziel ist es, dass die erlernten Regulationsfähigkeiten auch außerhalb der Sitzungen im Alltag genutzt werden können.
Die wissenschaftliche Forschung zu Neurofeedback umfasst zahlreiche kontrollierte Studien und Meta-Analysen aus unterschiedlichen Anwendungsbereichen wie Aufmerksamkeit, Stressregulation, Angst und kognitiver Leistungsfähigkeit. Insgesamt berichten Studien positive Effekte auf Selbstregulation, Konzentration und emotionale Stabilität. In mehreren Untersuchungen zeigen sich zudem anhaltende Verbesserungen über die Trainingsphase hinaus, was darauf hindeutet, dass erlernte Selbststeuerungsfähigkeiten im Alltag genutzt werden können.
Bei AD(H)S zeigen wissenschaftliche Studien, dass Neurofeedback die Aufmerksamkeit und Selbstregulation fördern kann. Mehrere Meta-Analysen berichten über Verbesserungen von Unaufmerksamkeit, Impulskontrolle und Hyperaktivität.
Ausgewählte Studien
↗Micoulaud-Franchi et al. (2014) – Meta-Analyse randomisierter Studien
Meta-Analyse mit 263 Kindern.
Zentrale Ergebnisse: Mehrere kontrollierte Studien zeigen, dass Neurofeedback zu einer Verbesserung von Aufmerksamkeit, Impulskontrolle und Hyperaktivität bei ADHS beitragen kann.
↗Cheng et al. (2022) – Meta-Analyse von 21 RCTs
Untersucht wurden 1.261 Teilnehmende mit ADHS.
Zentrale Ergebnisse: Signifikante Verbesserungen bei Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität. Verbesserungen wurden sowohl von Eltern als auch von Lehrkräften berichtet.
↗Chiu et al. (2022) – Aufmerksamkeitstests
Meta-Analyse von 14 randomisierten Studien mit 718 Teilnehmenden.
Zentrale Ergebnisse: Verbesserte Daueraufmerksamkeit (sustained attention). Positive Effekte in objektiven neuropsychologischen Aufmerksamkeitstests.
↗Van Doren et al. (2018) – Langzeiteffekte
Meta-Analyse mit Follow-up-Daten bis zu 12 Monate nach Therapieende.
Zentrale Ergebnisse: Die Verbesserungen bei Unaufmerksamkeit blieben bestehen. Teilweise nahmen die Effekte nach Therapieende sogar noch zu, was mit Lern- und Selbstregulationsprozessen erklärt wird.
↗Gevensleben et al. (2010)
Studie zur Wirksamkeit und Nachhaltigkeit von Neurofeedback bei Kindern mit ADHS.
Zentrale Ergebnisse: Kinder mit ADHS zeigten nach dem Neurofeedback-Training eine deutliche Verringerung der ADHS-Symptome. Besonders verbessert wurden Aufmerksamkeit, Konzentration und Selbstregulation. Die positiven Ergebnisse waren auch sechs Monate nach Trainingsende noch vorhanden, also nicht nur kurzfristig.
Neurofeedback bei AD(H)S oder bei Schwierigkeiten mit Aufmerksamkeit, Konzentration, innerer Unruhe, Impulsivität oder emotionaler Selbstregulation.
In meiner Praxis setze ich Neurofeedback gezielt zur Unterstützung von mehr Ruhe, Fokus und Selbststeuerung für Kinder ein. Viele betroffene Kinder erleben ihren Alltag als herausfordernd. Konzentrationsschwierigkeiten, innere Unruhe, Impulsivität oder Probleme, bei Aufgaben „dranzubleiben“, können den Schulalltag und das Familienleben stark beeinflussen. Neurofeedback bietet hier einen modernen, wissenschaftlich fundierten Ansatz, um die Selbstregulation des Gehirns nachhaltig zu verbessern. Eine formelle Diagnose ist keine Voraussetzung. Viele Menschen kommen zu uns mit typischen ADHS-Symptomen, ohne jemals offiziell diagnostiziert worden zu sein. Sollten wir im Gespräch feststellen, dass eine medizinische Abklärung sinnvoll wäre, verweisen wir Sie an geeignete Fachstellen in München. Neurofeedback kann bereits ab einem Alter von ca. 6 Jahren eingesetzt werden. Bei jüngeren Kindern empfehlen wir zunächst ein persönliches Beratungsgespräch.
Wie Neurofeedback bei ADHS hilft
Beim Neurofeedback erhalten Kinder eine direkte Rückmeldung über ihre Gehirnaktivität. In spielerischen Übungen lernen sie Schritt für Schritt, ihre Aufmerksamkeit zu stabilisieren, ruhiger zu werden und sich besser zu fokussieren. Das Training wirkt dabei nicht über Druck oder Leistung, sondern über Lernen durch Erfahrung. Ziel ist es, dass das Gehirn langfristig günstigere Aktivitätsmuster entwickelt.
Kindgerecht, motivierend und individuell
Das Training ist speziell auf Kinder mit Aufmerksamkeits- und Konzentrationsproblemen abgestimmt: Klar strukturiert, spielerisch aufgebaut und individuell angepasst. So entsteht ein geschützter Rahmen, in dem Kinder ohne Druck neue Fähigkeiten entwickeln können.
Transfer in den Alltag - damit es wirklich wirkt
Ein besonderer Schwerpunkt liegt darauf, dass die im Training erlernten Fähigkeiten nicht nur in der Sitzung bestehen bleiben, sondern auch im Alltag wirksam werden. Deshalb werden gezielte alltagsnahe Übungen und Strategien integriert, die den Transfer unterstützen. Denn echte Veränderung entsteht erst dann, wenn das Gelernte auch außerhalb der Sitzung abrufbar ist. Kinder lernen so, ihre neu entwickelten Fähigkeiten Schritt für Schritt in Schule, Familie und Freizeit anzuwenden.
Nachhaltige Unterstützung für Kind und Familie
Neurofeedback versteht sich als begleitender Prozess, der Kinder stärkt und ihnen hilft, mehr Kontrolle über Aufmerksamkeit und Verhalten zu entwickeln. Auch Eltern werden in den Prozess einbezogen, um die Entwicklung im Alltag bestmöglich zu unterstützen. Ziel ist es, mehr Ruhe, Klarheit und Selbstvertrauen zu ermöglichen für ein entspannteres Lernen und ein stabileres emotionales Gleichgewicht.




Fachärztin für Neurologie
Tätigkeitsbereich
Theoretische und konzeptionelle Unterstützung durch neurologische Fachkompetenz und Expertise. Nicht in die praktische Durchführung von Neurofeedback-Behandlungen oder die unmittelbare Patientenbehandlung eingebunden.

Facharzt für Neurologie & Psychiatrie
Tätigkeitsbereich
Unterstützung bei der konzeptionellen Weiterentwicklung der Praxis sowie bei qualitätssichernden Fragestellungen. Langjährige Erfahrung und ausgewiesene Expertise im Bereich Neurofeedbacktherapie, Elektroenzephalografie (EEG-Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für klinische Neurophysiologie) und Kognitiven Neurologie (Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Neurologie). Einige Jahre Tätigkeit als Dozent der Akademie für Neurofeedback und als Supervisor für Neurofeedback der Deutschen Gesellschaft für Biofeedback. Seit dem ärztlichen Ruhestand als wissenschaftlicher Berater und Sachverständiger tätig.
Neurofeedback ist eine anerkannte und bereits seit vielen Jahrzehnten wissenschaftlich untersuchte Therapie zur Verbesserung der Selbstregulation unseres Gehirns. Das Gehirn ist äußerst flexibel, verändert sich stetig und bildet jeden Tag neue neuronale Verbindungen. Diese Anpassungsfähigkeit nennt man Neuroplastizität. Genau an dieser Eigenschaft setzt Neurofeedback an und nutzt sie für ein gezieltes Training des Gehirns. Es handelt sich hierbei um eine sanfte und schmerzfreie Methode, die sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen angewendet wird.
Neurofeedback ist ein Verfahren, bei dem das Gehirn direkt Rückmeldung über seine eigene Aktivität bekommt - ähnlich wie ein Spiegel für die Gehirnfunktion.
Das Gehirn arbeitet ständig mit elektrischen Signalen. Diese werden mithilfe eines Elektroenzephalograms (EEG) nichtinvasiv gemessen und in Echtzeit über einen Bildschirm zurückgemeldet. Durch dieses unmittelbare Feedback kann der/die Trainierende Schritt für Schritt lernen, Aufmerksamkeit, Konzentration und Selbstregulation aktiv zu verbessern und innere Ruhe zu fördern. Ähnlich wie beim Erlernen neuer Bewegungsabläufe werden dabei bestimmte Gehirnaktivitäten Schritt für Schritt trainiert und durch operante Konditionierung automatisiert. Das Gehirn lernt so, leichter den erwünschten Zustand zu erreichen. Dadurch, dass bestimmte Aktivitätsmuster wiederholt durch Echtzeit-Feedback belohnt werden, können nachhaltig neuronale Veränderungen geschaffen werden. Es kann dauerhaft neue Muster erlernen und so auch im Alltag besser in den erwünschten Zustand gelangen.
Der/die Trainierende sitzt entspannt in einem bequemen Sessel vor einem Bildschirm. Es werden Elektroden am Kopf angebracht, welche die elektrische Gehirnaktivität in Form von Wellen messen, völlig schmerzfrei und nicht-invasiv. Diese Wellen haben verschiedene Frequenzen, die je nach mentalem Zustand unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Die Gehirnaktivität wird in Echtzeit in Form eines Spiels, Videos oder einer Animation auf dem Bildschirm dargestellt. Immer wenn das Gehirn das gewünschte Aktivitätsmuster zeigt - etwa bei mehr Konzentration oder Ruhe - läuft das Spiel besser oder der Bildschirm wird heller. Wenn es unruhiger wird, wird das Feedback schwächer. So lernt das das Gehirn indirekt, sich selbst besser zu regulieren.
Ein einfaches Beispiel:
Der/die Trainierende sieht auf dem Bildschirm eine Rakete. Wenn das Gehirn im erwünschten Zielbereich aktiv ist, hebt die Rakete ab. Das Gehirn lernt: So muss ich arbeiten, damit es weiter geht. Es trainiert hier implizit, also im Unterbewusstsein.
1. Unverbindliche Anfrage über das Kontaktformular oder telefonisch zur Terminierung eines Erstgesprächs.
2. Ausführliches Erstgepräch: Hier besprechen wir Ihre Beschwerden oder die ihres Kindes, die gesundheitliche Vorgeschichte und die individuellen Ziele für die Neurofeedbacktherapie. Es erfolgt die Durchführung eines quantitativen Elektroenzephalograms (qEEG) sowie von Aufmerksamkeitstests und im Anschluss ein kurzes Probetraining.
Dauer Erstgespräch: 120 min
3. Festlegung eines Therapieplans: Sollten Sie sich nach dem Erstgespräch für den Beginn einer Neurofeedbacktherapie entscheiden, wird ein individuell abgestimmter Therapieplan unter Einbezug der zuvor erhobenen Befunde erstellt. Das Training sollte wenn möglich regelmäßig 1-2 mal wöchentlich durchgeführt werden. Für Kinder sind erfahrungsgemäß auch höherfrequente Sitzungen sinnvoll, beispielsweise in den Schulferien.
Dauer Neurofeedbacksitzung: 50 min
Viele Trainierende berichten bereits nach einigen Sitzungen über erste positive Veränderungen. Nachhaltige Effekte entwickeln sich meist schrittweise über mehrere Wochen. Da jedes Gehirn individuell lernt, können Verlauf und Geschwindigkeit der Veränderungen unterschiedlich sein. Erfahrungsgemäß sind jedoch 20-25 Sitzungen ausreichend. Verbesserungen können sich auch noch nach Abschluss des Trainings weiterentwickeln.
Beim Erstgespräch erfolgt die Durchführung einer quantitativen EEG-Analyse (qEEG). Dabei wird die elektrische Aktivität des Gehirns gemessen und anschließend mithilfe computerbasierter Verfahren analysiert und statistisch ausgewertet. Das qEEG dient im Neurofeedback vor allem als Grundlage für eine individuelle Trainingsplanung, da dies am effektivsten ist, wenn es individuell auf die Gehirnaktivität abgestimmt wird.
Welche Informationen liefert ein qEEG?
Das qEEG hilft dabei:
Zur weiteren Differenzierung kognitiver Funktionen werden standardisierte Aufmerksamkeitstests durchgeführt. Diese helfen dabei, Konzentrationsfähigkeit, Reaktionsvermögen und Aufmerksamkeitssteuerung präzise zu erfassen.
Auf Basis der kombinierten Ergebnisse und des individuellen Beschwerdebildes entwickeln wir gemeinsam ein abgestimmtes Neurofeedback-Training zur gezielten Förderung der Selbstregulation des Gehirns.
Neurofeedback ist grundsätzlich für alle Menschen geeignet, die ihre mentale Selbstregulation, Konzentrationsfähigkeit oder innere Balance verbessern und Gehirnaktivität trainieren wollen. Im Normalfall kann man Neurofeedback ab 6 Jahren sinnvoll nutzen. In bestimmten Fällen kann es aber auch möglich sein, früher mit Neurofeedback zu arbeiten.
Wichtige Hinweise
Neurofeedback ist ein unterstützendes Verfahren und ersetzt keine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Es werden keine Heilversprechen abgegeben. Die Wirksamkeit kann individuell unterschiedlich sein. Vor Beginn der Behandlung erfolgt ein ausführliches Erstgespräch zur Klärung der Eignung.
1. Neurofeedback ist schmerzfrei und nicht-invasiv. Es treten im Grunde keine Nebenwirkungen auf. Einzig leichte Kopfschmerzen oder Müdigkeit können vorkommen und lassen sich auf die Konzentration beim Training zurückführen.
2. Neurofeedback kann ergänzend zu medikamentösen und psychotherapeutischen Therapien durchgeführt werden.
3. Beim Neurofeedback übernimmt der/die Trainierende selbst die aktive Rolle bei der Therapie. Man kann also wirklich von einem Training des Gehirns sprechen.
4. Förderung der Selbstregulation. Das Gehirn lernt, eigene Aktivitätsmuster besser zu erkennen und zu regulieren.
5. Auch ohne Diagnose kann Neurofeedback durchgeführt werden und vielfältige positive und therapeutisch relevante Effekte unterstützen.
6. Nachhaltiger Lernprozess. Ziel ist es, dass die erlernten Regulationsfähigkeiten auch außerhalb der Sitzungen im Alltag genutzt werden können.
Die wissenschaftliche Forschung zu Neurofeedback umfasst zahlreiche kontrollierte Studien und Meta-Analysen aus unterschiedlichen Anwendungsbereichen wie Aufmerksamkeit, Stressregulation, Angst und kognitiver Leistungsfähigkeit. Insgesamt berichten Studien positive Effekte auf Selbstregulation, Konzentration und emotionale Stabilität. In mehreren Untersuchungen zeigen sich zudem anhaltende Verbesserungen über die Trainingsphase hinaus, was darauf hindeutet, dass erlernte Selbststeuerungsfähigkeiten im Alltag genutzt werden können.
Bei AD(H)S zeigen wissenschaftliche Studien, dass Neurofeedback die Aufmerksamkeit und Selbstregulation fördern kann. Mehrere Meta-Analysen berichten über Verbesserungen von Unaufmerksamkeit, Impulskontrolle und Hyperaktivität.
Ausgewählte Studien
↗Micoulaud-Franchi et al. (2014) – Meta-Analyse randomisierter Studien
Meta-Analyse mit 263 Kindern.
Zentrale Ergebnisse: Mehrere kontrollierte Studien zeigen, dass Neurofeedback zu einer Verbesserung von Aufmerksamkeit, Impulskontrolle und Hyperaktivität bei ADHS beitragen kann.
↗Cheng et al. (2022) – Meta-Analyse von 21 RCTs
Untersucht wurden 1.261 Teilnehmende mit ADHS.
Zentrale Ergebnisse: Signifikante Verbesserungen bei Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität. Verbesserungen wurden sowohl von Eltern als auch von Lehrkräften berichtet.
↗Chiu et al. (2022) – Aufmerksamkeitstests
Meta-Analyse von 14 randomisierten Studien mit 718 Teilnehmenden.
Zentrale Ergebnisse: Verbesserte Daueraufmerksamkeit (sustained attention). Positive Effekte in objektiven neuropsychologischen Aufmerksamkeitstests.
↗Van Doren et al. (2018) – Langzeiteffekte
Meta-Analyse mit Follow-up-Daten bis zu 12 Monate nach Therapieende.
Zentrale Ergebnisse: Die Verbesserungen bei Unaufmerksamkeit blieben bestehen. Teilweise nahmen die Effekte nach Therapieende sogar noch zu, was mit Lern- und Selbstregulationsprozessen erklärt wird.
↗Gevensleben et al. (2010)
Studie zur Wirksamkeit und Nachhaltigkeit von Neurofeedback bei Kindern mit ADHS.
Zentrale Ergebnisse: Kinder mit ADHS zeigten nach dem Neurofeedback-Training eine deutliche Verringerung der ADHS-Symptome. Besonders verbessert wurden Aufmerksamkeit, Konzentration und Selbstregulation. Die positiven Ergebnisse waren auch sechs Monate nach Trainingsende noch vorhanden, also nicht nur kurzfristig.
Neurofeedback bei AD(H)S oder bei Schwierigkeiten mit Aufmerksamkeit, Konzentration, innerer Unruhe, Impulsivität oder emotionaler Selbstregulation.
In meiner Praxis setze ich Neurofeedback gezielt zur Unterstützung von mehr Ruhe, Fokus und Selbststeuerung für Kinder ein. Viele betroffene Kinder erleben ihren Alltag als herausfordernd. Konzentrationsschwierigkeiten, innere Unruhe, Impulsivität oder Probleme, bei Aufgaben „dranzubleiben“, können den Schulalltag und das Familienleben stark beeinflussen. Neurofeedback bietet hier einen modernen, wissenschaftlich fundierten Ansatz, um die Selbstregulation des Gehirns nachhaltig zu verbessern. Eine formelle Diagnose ist keine Voraussetzung. Viele Menschen kommen zu uns mit typischen ADHS-Symptomen, ohne jemals offiziell diagnostiziert worden zu sein. Sollten wir im Gespräch feststellen, dass eine medizinische Abklärung sinnvoll wäre, verweisen wir Sie an geeignete Fachstellen in München. Neurofeedback kann bereits ab einem Alter von ca. 6 Jahren eingesetzt werden. Bei jüngeren Kindern empfehlen wir zunächst ein persönliches Beratungsgespräch.
Wie Neurofeedback bei ADHS hilft
Beim Neurofeedback erhalten Kinder eine direkte Rückmeldung über ihre Gehirnaktivität. In spielerischen Übungen lernen sie Schritt für Schritt, ihre Aufmerksamkeit zu stabilisieren, ruhiger zu werden und sich besser zu fokussieren. Das Training wirkt dabei nicht über Druck oder Leistung, sondern über Lernen durch Erfahrung. Ziel ist es, dass das Gehirn langfristig günstigere Aktivitätsmuster entwickelt.
Kindgerecht, motivierend und individuell
Das Training ist speziell auf Kinder mit Aufmerksamkeits- und Konzentrationsproblemen abgestimmt: Klar strukturiert, spielerisch aufgebaut und individuell angepasst. So entsteht ein geschützter Rahmen, in dem Kinder ohne Druck neue Fähigkeiten entwickeln können.
Transfer in den Alltag - damit es wirklich wirkt
Ein besonderer Schwerpunkt liegt darauf, dass die im Training erlernten Fähigkeiten nicht nur in der Sitzung bestehen bleiben, sondern auch im Alltag wirksam werden. Deshalb werden gezielte alltagsnahe Übungen und Strategien integriert, die den Transfer unterstützen. Denn echte Veränderung entsteht erst dann, wenn das Gelernte auch außerhalb der Sitzung abrufbar ist. Kinder lernen so, ihre neu entwickelten Fähigkeiten Schritt für Schritt in Schule, Familie und Freizeit anzuwenden.
Nachhaltige Unterstützung für Kind und Familie
Neurofeedback versteht sich als begleitender Prozess, der Kinder stärkt und ihnen hilft, mehr Kontrolle über Aufmerksamkeit und Verhalten zu entwickeln. Auch Eltern werden in den Prozess einbezogen, um die Entwicklung im Alltag bestmöglich zu unterstützen. Ziel ist es, mehr Ruhe, Klarheit und Selbstvertrauen zu ermöglichen für ein entspannteres Lernen und ein stabileres emotionales Gleichgewicht.
Focus Lab München
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