
Im focus lab München begleiten wir Sie individuell – von der ersten Beratung bis zum nachhaltigen Trainingserfolg.
Ist Neurofeedback bei ADHS wissenschaftlich anerkannt?
Neurofeedback bei ADHS wird seit mehr als vier Jahrzehnten klinisch erforscht. Mehrere Metaanalysen belegen messbare Verbesserungen in den Bereichen Aufmerksamkeit, Impulskontrolle und Hyperaktivität. Bei AD(H)S zeigen wissenschaftliche Studien, dass Neurofeedback die Aufmerksamkeit und Selbstregulation fördern kann. Mehrere Meta-Analysen berichten über Verbesserungen von Unaufmerksamkeit, Impulskontrolle und Hyperaktivität. Im Focus Lab München arbeiten wir mit evidenzbasierten Protokollen, die individuell auf das Hirnstrommuster jedes Patienten abgestimmt werden.
Ausgewählte Studien
↗Micoulaud-Franchi et al. (2014) – Meta-Analyse randomisierter Studien
Meta-Analyse mit 263 Kindern.
Zentrale Ergebnisse: Mehrere kontrollierte Studien zeigen, dass Neurofeedback zu einer Verbesserung von Aufmerksamkeit, Impulskontrolle und Hyperaktivität bei ADHS beitragen kann.
↗Cheng et al. (2022) – Meta-Analyse von 21 RCTs
Untersucht wurden 1.261 Teilnehmende mit ADHS.
Zentrale Ergebnisse: Signifikante Verbesserungen bei Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität. Verbesserungen wurden sowohl von Eltern als auch von Lehrkräften berichtet.
↗Chiu et al. (2022) – Aufmerksamkeitstests
Meta-Analyse von 14 randomisierten Studien mit 718 Teilnehmenden.
Zentrale Ergebnisse: Verbesserte Daueraufmerksamkeit (sustained attention). Positive Effekte in objektiven neuropsychologischen Aufmerksamkeitstests.
↗Van Doren et al. (2018) – Langzeiteffekte
Meta-Analyse mit Follow-up-Daten bis zu 12 Monate nach Therapieende.
Zentrale Ergebnisse: Die Verbesserungen bei Unaufmerksamkeit blieben bestehen. Teilweise nahmen die Effekte nach Therapieende sogar noch zu, was mit Lern- und Selbstregulationsprozessen erklärt wird.
↗Gevensleben et al. (2010)
Studie zur Wirksamkeit und Nachhaltigkeit von Neurofeedback bei Kindern mit ADHS.
Zentrale Ergebnisse: Kinder mit ADHS zeigten nach dem Neurofeedback-Training eine deutliche Verringerung der ADHS-Symptome. Besonders verbessert wurden Aufmerksamkeit, Konzentration und Selbstregulation. Die positiven Ergebnisse waren auch sechs Monate nach Trainingsende noch vorhanden, also nicht nur kurzfristig.
Wie läuft eine Neurofeedback-Sitzung bei ADHS konkret ab?
Der/die Trainierende sitzt entspannt in einem bequemen Sessel vor einem Bildschirm. Es werden Elektroden am Kopf angebracht, welche die elektrische Gehirnaktivität in Form von Wellen messen, völlig schmerzfrei und nicht-invasiv. Diese Wellen haben verschiedene Frequenzen, die je nach mentalem Zustand unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Die Gehirnaktivität wird in Echtzeit in Form eines Spiels, Videos oder einer Animation auf dem Bildschirm dargestellt. Immer wenn das Gehirn das gewünschte Aktivitätsmuster zeigt - etwa bei mehr Konzentration oder Ruhe - läuft das Spiel besser oder der Bildschirm wird heller. Wenn es unruhiger wird, wird das Feedback schwächer. So lernt das das Gehirn indirekt, sich selbst besser zu regulieren.
Bei ADHS werden je nach individuellem Trainingsansatz insbesondere Theta-, Beta- und SMR-Aktivität betrachtet. Häufig geht es darum, eine bessere Regulation zwischen langsameren Theta-Wellen und schnelleren Beta-Wellen zu fördern. Ein weiterer Ansatz ist das SMR-Training, bei dem der sensomotorische Rhythmus im Bereich von etwa 12–15 Hz trainiert wird.
- Theta-Wellen: Sie stehen eher für Ruhe, Tagträumen und Abschweifen.
- Beta-Wellen: Sie werden mit Aufmerksamkeit und konzentriertem Arbeiten verbunden.
- SMR-Wellen: Sie stehen für einen ruhigen und wachen Zustand.
Welches Frequenzband und welches Neurofeedback-Protokoll eingesetzt wird, richtet sich nach der jeweiligen Methode, dem Alter und den individuellen Zielen. Das Training wird schrittweise aufgebaut und regelmäßig an den Verlauf angepasst.
Ziel des Neurofeedbacks ist es, die Fähigkeit zur Aufmerksamkeitssteuerung, Selbstregulation und Konzentration zu unterstützen.
Ab welchem Alter ist Neurofeedback bei ADHS geeignet?
Neurofeedback kann bereits ab einem Alter von ca. 6 Jahren eingesetzt werden. Bei jüngeren Kindern empfehlen wir zunächst ein persönliches Beratungsgespräch. Für Jugendliche und Erwachsene gibt es keine Altersobergrenze. Auch bei Erwachsenen, die erst spät die Diagnose ADHS erhalten haben, kann Neurofeedback oft sehr gute Ergebnisse zeigen, da das Gehirn auch im Erwachsenenalter noch hochgradig plastisch ist.
Muss ich für Neurofeedback eine ADHS-Diagnose haben?
Eine formelle Diagnose ist keine Voraussetzung. Viele Menschen kommen zu uns mit typischen ADHS-Symptomen ohne jemals offiziell diagnostiziert worden zu sein. Wir starten immer mit einem ausführlichen Anamnesegespräch und gegebenenfalls einem EEG-Assessment. Auf Basis dieser Daten entwickeln wir ein individuelles Trainingsprotokoll. Sollten wir im Gespräch feststellen, dass eine weitere ärztliche Abklärung sinnvoll wäre, verweisen wir Sie an geeignete Fachstellen in München.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für Neurofeedback bei ADHS in München?
Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für Neurofeedback derzeit in der Regel nicht, da das Verfahren (noch) nicht als Regelleistung anerkannt ist. Einige private Krankenversicherungen erstatten die Sitzungen teilweise oder vollständig – das hängt von Ihrem individuellen Tarif ab. Wir empfehlen, vor Beginn des Trainings bei Ihrer PKV anzufragen und sich die Kostenübernahme schriftlich bestätigen zu lassen. Für gesetzlich Versicherte bieten wir transparente Selbstzahler-Pakete an. Viele unserer Klienten sehen die Investition als langfristige Alternative zu dauerhafter Medikation – und damit als sehr lohnend.

Im focus lab München begleiten wir Sie individuell – von der ersten Beratung bis zum nachhaltigen Trainingserfolg.
Ist Neurofeedback bei ADHS wissenschaftlich anerkannt?
Neurofeedback bei ADHS wird seit mehr als vier Jahrzehnten klinisch erforscht. Mehrere Metaanalysen belegen messbare Verbesserungen in den Bereichen Aufmerksamkeit, Impulskontrolle und Hyperaktivität. Bei AD(H)S zeigen wissenschaftliche Studien, dass Neurofeedback die Aufmerksamkeit und Selbstregulation fördern kann. Mehrere Meta-Analysen berichten über Verbesserungen von Unaufmerksamkeit, Impulskontrolle und Hyperaktivität. Im Focus Lab München arbeiten wir mit evidenzbasierten Protokollen, die individuell auf das Hirnstrommuster jedes Patienten abgestimmt werden.
Ausgewählte Studien
↗Micoulaud-Franchi et al. (2014) – Meta-Analyse randomisierter Studien
Meta-Analyse mit 263 Kindern.
Zentrale Ergebnisse: Mehrere kontrollierte Studien zeigen, dass Neurofeedback zu einer Verbesserung von Aufmerksamkeit, Impulskontrolle und Hyperaktivität bei ADHS beitragen kann.
↗Cheng et al. (2022) – Meta-Analyse von 21 RCTs
Untersucht wurden 1.261 Teilnehmende mit ADHS.
Zentrale Ergebnisse: Signifikante Verbesserungen bei Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität. Verbesserungen wurden sowohl von Eltern als auch von Lehrkräften berichtet.
↗Chiu et al. (2022) – Aufmerksamkeitstests
Meta-Analyse von 14 randomisierten Studien mit 718 Teilnehmenden.
Zentrale Ergebnisse: Verbesserte Daueraufmerksamkeit (sustained attention). Positive Effekte in objektiven neuropsychologischen Aufmerksamkeitstests.
↗Van Doren et al. (2018) – Langzeiteffekte
Meta-Analyse mit Follow-up-Daten bis zu 12 Monate nach Therapieende.
Zentrale Ergebnisse: Die Verbesserungen bei Unaufmerksamkeit blieben bestehen. Teilweise nahmen die Effekte nach Therapieende sogar noch zu, was mit Lern- und Selbstregulationsprozessen erklärt wird.
↗Gevensleben et al. (2010)
Studie zur Wirksamkeit und Nachhaltigkeit von Neurofeedback bei Kindern mit ADHS.
Zentrale Ergebnisse: Kinder mit ADHS zeigten nach dem Neurofeedback-Training eine deutliche Verringerung der ADHS-Symptome. Besonders verbessert wurden Aufmerksamkeit, Konzentration und Selbstregulation. Die positiven Ergebnisse waren auch sechs Monate nach Trainingsende noch vorhanden, also nicht nur kurzfristig.
Wie läuft eine Neurofeedback-Sitzung bei ADHS konkret ab?
Der/die Trainierende sitzt entspannt in einem bequemen Sessel vor einem Bildschirm. Es werden Elektroden am Kopf angebracht, welche die elektrische Gehirnaktivität in Form von Wellen messen, völlig schmerzfrei und nicht-invasiv. Diese Wellen haben verschiedene Frequenzen, die je nach mentalem Zustand unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Die Gehirnaktivität wird in Echtzeit in Form eines Spiels, Videos oder einer Animation auf dem Bildschirm dargestellt. Immer wenn das Gehirn das gewünschte Aktivitätsmuster zeigt - etwa bei mehr Konzentration oder Ruhe - läuft das Spiel besser oder der Bildschirm wird heller. Wenn es unruhiger wird, wird das Feedback schwächer. So lernt das das Gehirn indirekt, sich selbst besser zu regulieren.
Bei ADHS werden je nach individuellem Trainingsansatz insbesondere Theta-, Beta- und SMR-Aktivität betrachtet. Häufig geht es darum, eine bessere Regulation zwischen langsameren Theta-Wellen und schnelleren Beta-Wellen zu fördern. Ein weiterer Ansatz ist das SMR-Training, bei dem der sensomotorische Rhythmus im Bereich von etwa 12–15 Hz trainiert wird.
- Theta-Wellen: Sie stehen eher für Ruhe, Tagträumen und Abschweifen.
- Beta-Wellen: Sie werden mit Aufmerksamkeit und konzentriertem Arbeiten verbunden.
- SMR-Wellen: Sie stehen für einen ruhigen und wachen Zustand.
Welches Frequenzband und welches Neurofeedback-Protokoll eingesetzt wird, richtet sich nach der jeweiligen Methode, dem Alter und den individuellen Zielen. Das Training wird schrittweise aufgebaut und regelmäßig an den Verlauf angepasst.
Ziel des Neurofeedbacks ist es, die Fähigkeit zur Aufmerksamkeitssteuerung, Selbstregulation und Konzentration zu unterstützen.
Ab welchem Alter ist Neurofeedback bei ADHS geeignet?
Neurofeedback kann bereits ab einem Alter von ca. 6 Jahren eingesetzt werden. Bei jüngeren Kindern empfehlen wir zunächst ein persönliches Beratungsgespräch. Für Jugendliche und Erwachsene gibt es keine Altersobergrenze. Auch bei Erwachsenen, die erst spät die Diagnose ADHS erhalten haben, kann Neurofeedback oft sehr gute Ergebnisse zeigen, da das Gehirn auch im Erwachsenenalter noch hochgradig plastisch ist.
Muss ich für Neurofeedback eine ADHS-Diagnose haben?
Eine formelle Diagnose ist keine Voraussetzung. Viele Menschen kommen zu uns mit typischen ADHS-Symptomen ohne jemals offiziell diagnostiziert worden zu sein. Wir starten immer mit einem ausführlichen Anamnesegespräch und gegebenenfalls einem EEG-Assessment. Auf Basis dieser Daten entwickeln wir ein individuelles Trainingsprotokoll. Sollten wir im Gespräch feststellen, dass eine weitere ärztliche Abklärung sinnvoll wäre, verweisen wir Sie an geeignete Fachstellen in München.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für Neurofeedback bei ADHS in München?
Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für Neurofeedback derzeit in der Regel nicht, da das Verfahren (noch) nicht als Regelleistung anerkannt ist. Einige private Krankenversicherungen erstatten die Sitzungen teilweise oder vollständig – das hängt von Ihrem individuellen Tarif ab. Wir empfehlen, vor Beginn des Trainings bei Ihrer PKV anzufragen und sich die Kostenübernahme schriftlich bestätigen zu lassen. Für gesetzlich Versicherte bieten wir transparente Selbstzahler-Pakete an. Viele unserer Klienten sehen die Investition als langfristige Alternative zu dauerhafter Medikation – und damit als sehr lohnend.
Focus Lab München
Neurofeedback
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